Autonomes Fahren selbst erleben

Autonomes Fahren in eine technische, insbesondere IT-seitige, aber auch organisatorische und rechtliche, nicht zuletzt auch soziale und psychologische Hürde. Viele dieser Herausforderungen sind schon gelöst.

Zu Beginn eines jeden Jahres stellen wir uns die Frage, was das neue Jahr bringen wird und welchen technischen Errungenschaften der Durchbruch bevorsteht. Das Führen eines Fahrzeuges ohne Fahrer ist schon recht lange etabliert, allerdings nur für Materialtransporte in abgeschirmten Teilbereichen von Unterhemen. FTS (Fahrerlose Transportsysteme) oder AGV (Autonomous Guided Vehicles) sind die gängigen Abkürzungen, die uns seit vielen Jahren begleiten. Menschliche Insassen sind noch die Ausnahme. Aber auch das ist schon erlebbar, so z.B. als Fahrgast im Skytrain am Flughafen Düsseldorf – ein ebenfalls weitgehend gegen äußere Einflüsse abgeschirmtes System.

Was aber ist mit selbstfahrenden PKWs im öffentlichen Straßenverkehr? In immer mehr Städten werden Konzepte und Technologien getestet, z.B. in Aachen (der Ducktrain), in Köln (das REWE Snack-Mobil), erste Testfahrzeuge im ÖPNV von Magdeburg und Forschungsfahrzeuge mit Straßenzulassung unter Aufsicht (in Hamburg und Karlsruhe) um nur einige zu nennen. Und wann können wir alle voll autonom fahren? Wohl sehr bald, aber 2022 noch nicht.

AUTOR: - | TITLE: Autonomes Fahren

Autonom fahrende Fahrzeuge (Mittelspur: Waymo) sind 2019 schon in der Test-Endphase
in den öffentlichen Straßenverkehr integriert.

Für die MBA-Studenten im General Management-Programm ist es wichtig, solche Entwicklungen frühzeitig zu sehen und für sich und ihre Unternehmen abzuschätzen. Bei Exkursionen ins Silicon Valley haben wir vor über 2 Jahren schon zahlreiche autonome Fahrzeuge im Straßenbild integriert erlebt. Die spezifischen Vor- und Nachteile verschiedener Technologien wurden sichtbar. Betriebs- und volkswirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Auswirkungen autonomen Fahrens im Vergleich zur Elektromobilität werden bewertet. Von über 48 Mill. in Deutschland zugelassenen PKW ist das Ziel eines Anteils von 1 Mill. E-Fahrzeugen auch Anfang 2022 noch nicht erreicht. Die notwendigen wesentlichen Umbrüche in der Entwicklung, Produktion, der Organisation von Wertschöpfungsketten bis hin zur persönlichen Betroffenheit jedes Einzelnen werfen aber schon ihre Schatten voraus. Der Umstieg auf die Elektromobilität wird unsere Gesellschaft deutlich mehr prägen, als die Möglichkeit des autonomen Fahrens. Aber beides sind große Trends, die wir nicht beobachten, sondern aktiv gestalten sollten. Auf ein gesundes, aber auch erfolgreichen Neues Jahr 2022.

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PGM-Studenten in Palo Alto/ Silicon Valley bei der Probefahrt mit einem Tesla